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INITIATIVE   FÜR   SOZIALE   GERECHTIGKEIT   e.V.

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Nun zum Hauptthema unserer Veranstaltung

„Schikanen im 1-Euro-Job ! „Jetzt sprechen Sie!!!


Was sind Schikanen, was ist Mobbing?

Zum Thema Mobbing habe ich ein Blatt zusammengestellt und liegt vorne aus!


Referent Rainer Monzheimer, Vorsitzender der Initiative für soziale Gerechtigkeit, während seines Vortrags.Welche Art von Schikanen kennen Sie und wie sind diese zu unterscheiden?

1.vom Amt, KommAV
2.durch die Bevölkerung
3.durch den Vorgesetzten, Anleiter etc.
4.durch die Kollegen

Zu Punkt 1: vom Sozialamt, kommunaler Arbeitsvermittlung

Man drängt Sie, die Eingliederungsvereinbarung sofort zu unterschreiben! Man sagt Ihnen nicht, daß Sie sieben Tage Bedenkzeit haben und diese danach unterschreiben brauchen, wenn alle Punkte zu Ihrer vollsten Zufriedenheit darin schriftlich festgehalten sind und Sie sich mit den Inhalten und der Maßnahme identifizieren können (Win-Win-Situation).

Man drängt eine allein erziehende Mutter mit Kindern, die sie bisher beaufsichtigt hat, in eine Maßnahme (Bildungsmaßnahme oder 1-Euro-Job), ohne mit der Person auf die persönlichen Belange eingegangen zu sein.

Zu Punkt 2: durch die Bevölkerung

Sie werden an der Bußhaltestelle angepöbelt, Du 1-Euro-Jobber. Leute in ihrem Haus lassen spöttische Bemerkungen fallen, wie Sozialschmarotzer etc. Bekannte haben Sie bei einer Maler- oder Mauerkolonne gesehen, was Du Faulenzer, es geschieht Dir recht, normalerweise müsstest Du umsonst arbeiten, bekommst ja die Miete bezahlt und alles in den A… geschoben. Sehen Sie zur Domäne fahren oder dem Kinderbauernhof, ha ha, das geschieht dem Arsch recht.

Zu Punkt 3: durch den Vorgesetzten, Fachanleiter etc.

Es werden unsinnige Arbeiten angeordnet, entweder Du macht’s das oder ich trete dir irgendwo hin. Den Hof den Du eben gefegt hast, sieht nach wie vor saumäßig aus, also nochmals von vorne.
Den Krankenwagen, den Du bereits zweimal gewaschen hast, muß nochmals gewaschen werden.
Räume das Regal mit den Teilen nochmals neu auf.     
Gieße die Pflanzen nochmals, obwohl das Wasser wegläuft, obwohl die Erde bereits satt / überwässert ist.                            

Man nörgelt ständig an Deiner Arbeit herum. Mann kann, obwohl man der Überzeugung ist, alles bestens gemacht zu haben, nicht’s zur Zufriedenheit des Fachanleiters’in machen.
Es fallen ständig Bemerkungen im Beisein anderer Maßnahmeteilnehmer statt, wie z.B. die fette Sau, soll sich schneller bewegen, damit der Arsch kleiner wird etc.
Du faule Sau, ich werde Dich solange triezen, bis Du das Arbeiten  wieder lernst. Ihr liegt doch den ganzen Tag im Bett, schaut Fernsehen, sauft und nehmt Drogen. Euch müsste man alle ins Arbeitshaus stecken, wie das früher war….
                                            
Zum Punkt 4: durch die Kollegen

Der Fachanleiter hat seinen Liebling(e). Er geht zum Essen, sagt seinem ernannten Anleiter, Du passt jetzt auf die Truppe auf. Mit stolz geschwellter Brust, mit barschem Ton, gibt er Befehle, die der Bundeswehr gleichkommen.
Hier sind die Schikanen und Widerstände vorprogrammiert.

Du A’loch hast uns nichts zu sagen, ich fühle mich diskriminiert, es kommt sogar zu Rangeleien.

Ich bin etwas besser als Du, denn ich habe Maurer / Verputzer / Maler gelernt, Du bist weder als Hilfsarbeiter zu gebrauchen, noch zu einer anderen Arbeit. Halts Maul, hole den Sack mit dem Verputz, sonst mache ich Dir Beine.

Ich könnte noch viele weitere Beispiele vorbringen, habe sogar schriftlich Beschwerden von Betroffenen vorliegen, die teilweise unter die Gürtellinie gehen, mit den übelsten Beschimpfungen etc.

Welche Schritte sind gegen die genannten Beispiele einzuleiten?
1.Sprechen Sie mit den Vorgesetzten oder dessen Vorgesetzten.
2.Sprechen Sie mit dem Chef des Maßnahmeträgers.
3.Informieren Sie das Amt, bzw. den / die Fallmanager’in.
4.Sprechen Sie mit der Initiative für soziale Gerechtigkeit e.V.

Anmerkungen:
So nun habe ich nur gemotzt. Es kann auch anders laufen, Sie kommen in eine sogenannte Arbeitsstelle, die Ihnen liegt, man ist mit Ihrer Arbeit zufrieden, lobt Sie sogar und greift auf Ihr Wissen und Ihre Fachkompetenz zurück. Sie fühlen sich wohl, es läuft smoothly, man fragt nach einer gewissen Zeit nach, oder bietet Ihnen sogar eine befristete oder sogar Ganztags-Festanstellung an. Friede, Freude, Eierkuchen, dies wäre der Idealfall!

Zum Thema Mobbing steht hier ein Infoblatt zur Verfügung.